Ungefähr 34 Millionen Witwen leben in Indien. Nach traditioneller Auffassung sind sie physisch am Leben aber sozial tot. Viele von ihnen sind nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren. Wirtschaftlich und sozial von ihren Kindern abhängig, haben diese selbst oft Probleme, ihre Ressourcen mit den Müttern zu teilen. In vielen Fällen wird die Mutter zur Last und folglich sich selbst überlassen.
Leider leben diese Gedanken und Praktiken auch im 21. Jahrhundert in der Gesellschaft fort. Einige Witwen leben in einem bedrückenden Umfeld und kommen in die Heilige Stadt Vrindavan, um sich Lord Krishna zu widmen und Erlösung und Frieden zu finden. Einige kommen bereitwillig dorthin; andere werden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Hier bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu betteln, religiöse Lieder zu singen und auf Nächstenliebe zu hoffen. Nur wenige Nichtregierungsorganisationen wie Maitri Home ergreifen Maßnahmen, um diese Witwen zu unterstützen. Die Organisationen betreiben Unterkünfte für die Witwen.